Polarlichter

In meinem Buch Himmelsphänomene, welches 2013 im mitp-Verlag erschienen ist, war es mir erstmals möglich, auch von Polarlichter im mitteldeutschen Raum zu berichten. Dies lag daran, dass, wenn auch sehr selten, 2011 und 2012 Polarlichter in Deutschland vorkamen. Erlauben Sie mir, hiervon zu berichten:

Eines der spektakulärsten Himmelsphänomene sind wohl Polarlichter. Sind diese in unseren mitteleuropäischen Breiten eher selten bis gar nicht zu sehen, treten sie in der Nord- bzw. Südpolregion sehr häufig auf. Polarlichter entstehen, wenn elektrisch geladene Teilchen (Plasma) der Sonne, so genannte Sonnenwinde, auf die oberen Atmosphärenschichten der Erde treffen. Dort werden Luftmoleküle in energetische Schwingungen versetzt, was sie zum Leuchten anregt. Unser Erdmagnetfeld leitet diese Sonnenwinde entlang der Pole. Es entsteht das Polarlicht, am Nordpol Aurora Borealis und am Südpol Aurora Australis genannt. Ab dem 60. Breitengrad ist regelmäßig mit Polarlicht zu rechnen. Ideale Beobachtungsgebiete sind daher Alaska, Finnland, Schweden und Norwegen oder am Südpol in der Antarktis. Kommt es auf unserer Sonne zu einem starken koronalen Massenauswurf (englisch: Coronal Mass Ejection / CME) und ist dieser erdgerichtet, sind Polarlichter zu erwarten. Oft treten diese CME aus den Sonnenflecken hervor...

Unten: Sehr schwaches rosafarbenes Polarlicht unterhalb der Wolken. Unna / NRW (Deutschland). 17.03.2015 gegen 21.08 Uhr.

Unten: Aufnahme vom 18.03.2015 gegen 0.05 Uhr.

Unten: Aufnahme vom 01.10.2012, Unna / NRW (Deutschland).